Der Rest ist schnell erzählt. Am Mittwoch brechen wir um 7.15 Uhr auf, nur eine Viertelstunde nach der geplanten Zeit. Das ist richtig gut, und ein bisschen Zeit vergeht ja allein schon deshalb, weil wir noch ein Abschiedsfoto machen müssen.
Bis Lira sind es drei Stunden, obwohl es nur knapp hundert Kilometer sind, aber die Straße ist teilweise einfach miserabel. Kurz vor Lira steigt Vivian in der Ortschaft aus, in der sie lebt und als Lehrerin in der Secondary School arbeitet.
Auf dem Heimweg kaufen wir zunächst 25 Mango, 13 Passionsfrüchte, fünf Avocado, zwei Papaya und viele Mandarinen …
… und später auch noch 15 Ananas.
Das ist eine ziemlich große Ladung für den Heimflug, aber die Marmeladenproduktion zugunsten Ugandas soll schließlich guten Ertrag bringen. Heike versucht, unsere Kapazitäten bis auf das Letzte auszureizen.
Nach neuneinhalb Stunden Fahrt kommen wir in Entebbe an, glücklich, es geschafft zu haben. Wir packen gleich noch und um sieben kommt Berna, um mit uns in der African Roots Lodge den letzten Abend zu verbringen. Wir haben viel Spaß zusammen und genießen die gemeinsame Zeit.
Im Laufe des Abends kommen einige Österreicher an, mit denen ich Donnerstag früh kurz ins Gespräch komme. Einer von ihnen zeigt sich sehr angetan von unserem Proiekt, fragt mich nach Flyer und drückt mir kurz darauf die unterschriebene Beitrittserklärung für ihn und seine Tochter in die Hand mit der Frage, ob ich noch Flyer hätte, weil seine Frau auch betreten möchte. Ich bin ehrlich berührt von so viel spontaner Unterstützung.
Für halb neun ist eine Videokonferenz mit Emmanuel angesetzt, der inzwischen in Äthiopien an einer seiner Baustellen ist. Ich hatte darum gebeten, um einige Themen noch abzuschließen und aus dem Kopf zu bringen und wir können einiges an nächsten Schritten vereinbaren.
Bis Mittag haben wir dann Zeit, uns endgültig zu sortieren und Berna kommt zu uns, um die Reisekasse auszugleichen. Sie bleibt dann bei uns, bis Julias kommt und wir um halb drei alle zusammen zum Flughafen fahren.
Am Flughafen müssen wir wieder ein Ebola-Onlne-Formular ausfüllen, wobei wir wie bei der Einreise mehr mit dem WLAN als mit dem Formular kämpfen. Beim Gepäckaufgeben gibt es dann etwas Stress, weil wir zwei unserer Koffer doch etwas zu viel aufgeladen haben. Wir nehmen zwei Kilo Sesam und eine Ananas raus, dann sind die Koffer in Ordnung und vom Handgepäck wird ein Bordtrolley gewogen, den Rest einschließlich Ananas und Sesam nehmen wir einfach so mit. Nicht ganz logisch, aber wir sind froh, so durchzukommen.
Der Flug nach Doha ist pünktlich, das Umsteigen problemlos und um sieben Uhr früh landen wir in München. Kurz nach neun geht unsere Reise in Bernried zu Ende und zumindest unsere Ella freut sich, dass wir wieder da sind.
Ich werde in den nächsten Tagen noch ein kleines Fazit unserer Reise ziehen, damit gehen dann die Blog-Posts zu unserer Reise zu Ende.
Lieber Albert, liebe Heike,
ich freue mich, dass Ihr wohlbehalten wieder daheim seid. Vielen Dank für Euren Einsatz und die kurzweiligen Reiseberichte.
Webcams, um zu sehen, wo Ihr Euch ‚rumtreibt, hab ich leider keine gefunden, aber mit großer Freude gesehen, dass man „unser Projekt“ auf Google Earth findet.
Ich denke, bei nächster Gelegenheit wird es wieder persönliche Schilderungen zur Reise geben.
Beste Grüße Hans
Lieber Hans, vielen Dank für deine Begleitung auf unserer Reise. Auf Google Earth kann man das Adilang Vocational Institute schon länger sehen, die Aufnahme dürfte von Ende 2024 sein, inzwischen ist ja viel dazu gekommen. In der Tat planen wir einen kleinen Vortragsabend zu unserer Reise, voraussichtlich im September.
Dir alles Gute, liebe Grüße, Albert