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Ankunft in der Chobe-Lodge

Wir treffen zum Frühstück noch Victoria und Max, die eigentlich schon weg sein wollten, aber ihr Fahrer Mesogge, den wir von früheren Aufenthalten in Uganda kennen und den wir sehr schätzen, hat Malaria und liegt im Krankenhaus. Laut Emmanuel ist das zwar bei Erwachsenen bei entsprechender Behandlung meist in zwei, drei Tagen ausgestanden, aber es zeigt doch, dass es nicht schadet, ein bisschen vorsichtig zu sein.

Emmanuel hat unseren Abfahrtstermin gestern auf acht Uhr gelegt, da er angesichts des Fußballspiels zwischen England und Argentinien eine lange Nacht erwartete, aber es ist ja dann doch ohne Verlängerung geblieben. Allerdings nicht mit dem von Emmanuel erhofften Ausgang.

Wr sind zu viert, da Reagan, der IT-Mann von Rostwa auch mitfährt, um zusammen mit Emmanuel an einer Baustelle in Lira tätig zu werden. Sie bauen dort an einem Gebäude im Orden der Schwestern, die auch das Kinderheim St. Clare betreiben. Emmanuel sagt, Reagan ist eine wandelnde WIFI-Connection, und tatsächlich hat er zu Testzwecken einen mobilen Router dabei, der im Auto hervorragenden Internet-Zugang ermöglicht. Emmanuel verspricht, den Router mit nach Adilang zu bringen, was wir mit großer Freude vernehmen.

Wir kommen vergleichsweise problemlos, das heißt ohne große Staus, an Kampala vorbei und bestaunen auf der Fahrt einmal mehr das Treiben am Straßenrand und die verschiedenartige Fracht, die sich auf Motorrädern transportieren lässt.

Um ein Uhr werden wir an einem kleinen Eingang des Murchison Falls Nationalparks abgeliefert, der offensichtlich nur für die Chobe Lodge dient, in der Heike und ich uns drei Tage gönnen wollen. 

Ein Fahrer sammelt uns auf und bringt uns in einer halbstündigen Fahrt zur Lodge. Die Lodge ist direkt am Nil gelegen und sehr groß. Bis auf eine Gesellschaft, die für heute Abend angekündigt ist, sind wir aber wohl die einzigen Gäste. Wie schon vermutet, haben sich doch die meisten vom Ebola-Thema abschrecken lassen, wobei auch die Angestellten hier sagen, dass da eigentlich nichts war.

Nach einem späten Mittagessen und einer kleinen Pause beginnt hier ab sechs schon die Dämmerung. Wir genießen den Sonnenuntergang auf der Terrasse unseres Zimmers. 

Die Geräuschkulisse ist unglaublich und man sieht die Nilpferde im Wasser, zumindest einen Teil ihres Kopfes und ab und zu ein Maul, das auf und zu klappt, einige Affen turnen durch die Bäume und zwei Wildschweinfamilien tummeln sich direkt unter uns.

Da wir in einem Nebengebäude schlafen, müssen wir uns zum Abendessen im Haupthaus von einem Fahrzeug abholen lassen, da die Nilpferde auf das Gelände kommen und im Zweifelsfall durchaus angriffslustig sein können. Der Platz zum Abendessen könnte schöner nicht sein und wir schauen den Nilpferden aus nächster Nähe beim Grasen zu.

Auch zurück werden wir natürlich wieder gefahren und schlafen dann todmüde ein.

2 Gedanken zu „Ankunft in der Chobe-Lodge“

  1. Freut mich sehr das Tag eins in der Lodge schon mal gefällt und hoffe Ihr habt beim Naturwalk auch so ein tolles Erlebnis wie ich. Viel Spaß und liebe Grüße an die Lodge, Markus

    1. Lieber Markus, danke für die Empfehlung – es ist wirklich traumhaft schön hier und auch den Natural Walk heute früh haben wir sehr genossen.
      Liebe Grüße vom Nil, Albert

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