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Los geht’s

Begleitet von guten Wünsche vieler Freunde machen wir uns am Freitag, 16. Januar mittags auf den Weg. Heike, Sigrid und ich starten von Bernried mit sechs großen Koffern, drei Handgepäckkoffern, drei Rucksäcken, einem Rollator, einem Paar Krücken und einem schweren Buggy für eine Person mit Handicap. Das geht nicht alles in mein Auto und so sind wir sehr froh, dass unser Freund Eberhard mit seinem Auto mitfährt, damit wir alles zum Flughafen bringen können.

Elisabeth kommt aus Hebertsfelden, Robert aus Riemerling, beide auch mit jeweils zwei Koffern und ausgiebig Handgepäck. Beim Einchecken geht das meiste problemlos durch, nur bei Elisabeth wird der zweite Rucksack nicht als Handtasche akzeptiert. Wir verteilen Rucksack samt Inhalt auf alle anderen und kommen damit durch. Heike fährt mit dem Rollator und den Krücken am Gate vor, ich trage den schweren Buggy und wir gehen davon aus, dass wir Rollator und Buggy beim Einsteigen vor der Flugzeugtür ablegen können und beim Aussteigen wieder bekommen. So einfach ist das aber nicht, sondern am Gate muss alles verpackt und mit Gepäckanhängern versehen werden. Das Personal ist zunächst etwas irritiert, dass dies nicht bereits beim Einchecken geschehen ist, aber sie sind dann auch sehr hilfsbereit und zu unserer großen Freude wird alles gleich mit Ziel Entebbe eingeladen, sodass Heike nur die Krücken selbst transportiert.

Fünfeinhalb Stunden später landen wir nach einem entspannten Flug, weil viele Plätze frei waren, in Doha. Robert hat sich entschieden, hier eine Schlafkabine zu nehmen und erst am Vormittag nach Entebbe weiterzufliegen, wir anderen fliegen die nächste Station Nairobi an. Flüge in der Nacht sind immer anstrengend, keiner von uns kann gut im Flieger schlafen. Kurz vor Nairobi begrüßt uns die Sonne.

Für den Flug von Nairobi nach Entebbe haben wir noch keine Bordkarte, wir hoffen aber, dass wir diese am Gate bekommen. Verwirrend ist, dass am Gate unser Flug für 10.00 Uhr angezeigt wird, obwohl wir informiert wurden dass es erst um 13.30 losgeht. Irgendwann beginnen dann die Vorbereitungen für einen Flug, wir begreifen aber dann, dass dies nicht unser Flug, sondern ein Flug nach Kigali ist. Es kommt dann ein junger Mann, der sich als Nicolas vorstellt, und sammelt alle unsere Pässe, Visa und Impfpässe ein und verschwindet für eine halbe Stunde. Dann kommt er zurück mit den Bordkarten und er will noch das Gepäck beim Umladen neu etikettieren. Es gibt eine kleine Diskussion, warum wir zu viert zehn Gepäckstücke haben. Weil zwei Teile für eine Person mit eingeschränkter Mobilität sind, will er diese Person auch sehen, aber Heike kann ihm klarmachen, dass sie mit ihrer neuen Hüfte noch sehr eingeschränkt ist, sodass er sich erweichen lässt und der Transport frei ist.

Der Flug von Nairobi nach Entebbe ist kurz und zu unserer großen Freude überwinden wir die Einwanderungsbehörde, vor der wir schon manchmal eineinhalb Stunden gewartet haben, innerhalb von fünf Minuten und auch das Durchleuchten des Gepäcks beim Zoll verläuft ohne Probleme. 

Wir sind damit sehr früh aus dem Flughafen raus und freuen uns sehr, dass Emmanuel, seine Mitarbeiterin Juliet und der Fahrer Tony schon auf uns warten. Es ist eine sehr große Wiedersehensfreude. 

Wir fahren mit Juliet und Tony in die vertraute African Roots Lodge, wo uns Sharity empfängt, die wir auch schon vom letzten Jahr kennen. Emmanuel wartet auf Robert und knapp zwei Stunden später treffen auch die beiden ein.

Im Fernsehen werden die Wahlergebnisse verkündet, der Präsident Musenevi hat laut Wahlkommission gut 71 % der Stimmen erhalten. Wir diskutieren die politische Situation eine ganze Zeit mit Emmanuel und Juliet. Unabhängig von der Einschätzung für das Land denken alle, dass die Lage ruhig bleiben wird und so hoffen wir, dass wir zu Beginn der Woche auch irgendwann wieder Internet haben werden. Mal sehen …

Abends fahren wir in ein Restaurant zum Essen und genießen auf der Dachterrasse in fröhlicher Runde den warmen Abend. Danach erhalten wir noch Uganda-Schillinge, die Emmanuel für uns gewechselt hat, und zahlen in unsere gemeinsame Kasse ein und um zehn können wir schlafen gehen, was nach der anstrengenden Reise für alle wohltuend ist.

2 Gedanken zu „Los geht’s“

  1. Hallo Ihr Lieben,

    erfreulich dass Ihr trotz der politischen Lage gut angekommen seid, in den Mengen von Gepäck geht Ihr selbst ja fast unter :-). Und ebenso erfreulich: dass das Internet sogar schon heute wieder aktiv ist – auch hier waren Berichte darüber in den Medien.

    Alles Gute weiterhin!
    Gruß und passt auf Euch auf !
    Traudl aus Würzburg

    1. Liebe Traudl,
      danke für deine Nachricht! Wir sind mit all unserem Gepäck gut hier angekommen und wir sind natürlich auch froh, dass hier alles ruhig geblieben ist. Wir freuen uns auf eine spannende Woche!
      Liebe Grüße aus Adilang, Albert

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