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Waste Collection

Heike hatte ursprünglich die Idee, an diesem Samstag fünf Jungs und fünf Mädels zu engagieren, um an der Straße Müll einzusammeln. Als Belohnung sollten die zehn Jugendlichen ein von Heike gekochtes Essen bekommen. Wir haben wegen der vielen geplanten Aktivitäten das Vorhaben aber dann auf Januar verschoben.

Lustigerweise hatte der Präsident Ugandas genau dieselbe Idee, nur in etwas größerem Rahmen. Heute früh war von 9 bis 12 Uhr landesweiter Lockdown und jeder sollte Müll sammeln. Lockdown hieß zum Beispiel, dass Emmanuel und Berna zwischen Adilang und Lira vom Militär angehalten wurden und sie mussten sich auch am Müllsammeln beteiligen.

Ich war kurz vor acht wie versprochen beim Bürgermeister und sammelte fleißig zwei Stunden lang. Der Bürgermeister ist übrigens der Herr links auf dem Bild.

Nach kurzer Zeit waren wir ein komplettes Dongo Paco-Team, weil Pius und Vivian sich anschlossen.

Mein Team wurde komplettiert von zwei kleinen Jungs, die mir zwei Stunden lang nicht von der Seite wichen und sehr fleißig beim Sammeln waren. Natürlich bekamen sie am Ende eine Belohnung.

Gegen Ende des Sammeln kam auch die Prominenz. Man muss aber zur Ehrenrettung von Makmot, dem Abgeordneten sagen, dass er dann durchaus noch eine halbe Stunde geschwitzt hat.

Das „Debriefing“, also die offizielle Abschlussbesprechung ersparte ich mir, aber über mehrere Personen erreicht mich die Nachricht, dass mir explizit gedankt wurde. Mehr noch, an die Bewohner Adilangs, die nur zuschauten, wurde die klare Ansage erteilt, dass die Aktion nun monatlich wiederholt wird, und dass es nicht sein kann, dass ein Gast aus Deutschland hier arbeitet, während die eigentlich Betroffenen nichts tun. Wie gesagt, ganz gut, dass ich nicht dabei war.

Ich gönnte mir dann erst eine Dusche und ein entspanntes Frühstück. Danach ging es aber weiter,  ich ging mit Gladys alle Themen durch, um zu klären, wie unsere Zielrichtungen ganz konkret umgesetzt werden sollen. Im Laufe der Zeit kamen Francis und Vivian dazu und ich denke wir konnten ein gutes Grundverständnis erarbeiten.

Heike war am Vormittag wieder in der Schneiderei, kam aber dann zurück und kochte mit Evelyn. Es gab Spagetthi mit Tomaten-Thunfisch-Soße und Parmesan sowie einen Rest Käsespätzle von gestern.

Am Nachmittag war die Hoffnung, Zeit zu haben, um alles nachzuarbeiten, kurz vor vier kam aber dann Pius mit der Nachricht, dass um vier ein Fußballspiel in der Berufsschule starten würde, bei dem die mitgebrachten Dressen zum ersten Mal zum Einsatz kommen sollten. ich konnte also nicht anders, als mich schnellstmöglich in Richtung AVTI in Bewegung zu setzen.

Das Team bedankte sich für die Dressen und versprach, das Beste zu geben. Das Spiel gegen eine Mannschaft von Adilang Subcounty ging leider trotzdem 1:2 verloren – die andere Mannschaft war eben auch gut.

Beeindruckend war für mich die Begeisterung der Zuschauer mit großen Fanlagern auf beiden Seiten. Ich würde schätzen, dass am Ende mindestens 300 Zuschauer da waren. Es ist schön, so viel Leben auf dem Gelände zu sehen.

Mit einem Abendessen im kleinen Kreis – es sind außer uns nur noch Gladys, Vivian und Julias da – ging der Tag zu Ende.

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