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Mit Schwung voran!

In all unseren Projektthemen konnten wir schon viel schaffen und die Chancen stehen gut, auch in den nächsten Monaten viel zu erreichen. Mindestens genau so großes Augenmerk legen wir darauf, die verschiedenen Themen nachhaltig zu gestalten, das heißt, sie so zu stabilisieren, dass sie auch ohne Hilfe von außen überlebensfähig sind.

Für unsere Berufsschule Adilang Vocational Training Institute (AVTI) ist der Ausbau des Schlafsaals für die jungen Männer voll im Gange. Die Kapazität wird von 32 auf 64 Schlafplätze ausgebaut, was dringend notwendig ist. Für die jungen Frauen stehen bereits 64 Schlafplätze zur Verfügung. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die Anzahl der Auszubildenden zu erhöhen und damit die finanzielle Basis zu verbessern.

Großer Handlungsbedarf besteht in der Berufsschule in Bezug auf die Stromversorgung. Mittels Photovoltaik gibt es zwar Strom für Licht und Steckdosen, aber für Einsatzzwecke, die etwas mehr Leistung benötigen, reicht das nicht. Das führt dazu, dass in der Schneiderausbidung keine elektrischen Nähmaschinen eingesetzt werden, dass der Backofen für die Catering-Ausbildung noch nicht angeschlossen ist, dass die Mechaniker noch nicht schweißen können und vieles andere mehr.

Abhilfe soll nun dadurch geschaffen werden, dass die Photovoltaik-Anlage massiv aufgerüstet und zentralisiert wird. Dies ist sehr teuer und deshalb sind wir sehr dankbar, dass der Eine-Welt-Kreis Zell an der Pram in Österreich hierzu ein Projekt auflegt, an dem wir uns beteiligen und das hoffentlich vom Land Oberösterreich gefördert wird. Den Förderantrag haben unsere Freunde aus Zell schon gestellt und wir alle hoffen, dass wir bald eine Zusage erhalten. 

Im Schulbetrieb ist der zweite Term angelaufen und die Studentinnen und Studenten sind wieder fleißig am Lernen.

Die Schulfarm ist ein wichtiges Element, um die Kosten für Essen zu senken und darüber hinaus noch etwas zusätzlichen Umsatz zu machen. Auf zwei Acre wird Mais angebaut, der gut wächst. Emmanuel und der Schulverwalter Tonny freuen sich darüber.

Auch Auberginen, Paprika, Tomaten und Zwiebel gedeihen und die ersten Wassermelonen konnten geerntet werden.

Und zwischendurch bleibt Zeit für ein Fußballspiel – die Schulmannschaft hat gegen die Dorfmannschaft „Black Power“ 2:1 gewonnen, was uns sehr freut, weil unsere Kicker bisher meist zweiter Sieger waren.

Sehr große Fortschritte macht auch die Adilang Farmer’s Cooperative, in der 120 Farmer in der ersten Pflanzsaison ebenfalls Mais anbauen. Damit alles gut vorangeht, nimmt jeder Farmer verpflichtend an zehn Trainings teil, die vom zentralen Team durchgeführt werden. Ein kleiner Teil der Farmer war mit Pflanzen etwas spät dran und durch die Verzögerung haben deren Pflanzen etwas wenig Regen abbekommen, aber bei mehr als dreiviertel der Farmer wächst es gut.

Inzwischen konnte auch das Grundstück für den AFC Complex, eine Art zentraler Betriebshof, erworben werden. Die Verhandlungen waren nicht ganz einfach, aber am Ende wurde der Kaufvertrag unterzeichnet.

Damit wurde auch die Voraussetzung geschaffen, dass wir einen Förderantrag an die Schmitz-Stiftungen, die kleine und mittlere Projekte für das deutsche Entwicklungshilfeministerium abwickeln, stellen konnten. Wir wollen eine Lagerhalle mit einem Fassungsvermögen von ca. 1.000 Tonnen bauen und gleichzeitig das Betriebshofgelände einzäunen. Da wir schon seit etwa drei Monaten daran arbeiten, konnten wir die erforderlichen Unterlagen unmittelbar nach dem Grundstückskauf auf den Weg bringen.

Für die Baustelle, die wir hoffentlich bald eröffnen können, aber natürlich auch für später, brauchen wir Wasser auf dem Gelände. Hierbei kommt uns die Hilfsorganisation Global H2O zu Hilfe, die bereits den Brunnen in Lamwon gestiftet hat. Beim Global-H2O-Sommerevent Beer4Water in München hatten wir nicht nur einen schönen Abend, sondern es kam genug Geld für einen neuen Brunnen zusammen und inzwischen hat der Vorstand von Global H2O beschlossen, dass der neue Brunnen auf dem Betriebshof unserer Kooperative gebohrt wird. Dafür sind wir sehr dankbar!

Derzeit sind wir intensiv in die Erarbeitung einer Drei-Jahresfinanzplanung für die Kooperative eingebunden, was für eine neue Organisation gar nicht so einfach ist, aber mit der Expertise von Nelson und Berna geht es gut voran und wir sind optimistisch, die Kosten decken und trotzdem für die Farmer ein attraktives Ergebnis erreichen zu können.

Die Kooperative unterstützt auch unsere Vorschule in Lamwon. Zur Erinnerung: Die Eltern haben Land zur Verfügung gestellt, auf dem Gemüse angebaut werden soll und mit dem Erlös des Verkaufs sollen die Lehrerinnen finanziert werden. Mit tatkräftiger Unterstützung der Kooperative kommt dies nun auch in Gang.

Die Kinder lernen, wie man anpflanzt und packen auch selbst mit an – das ist genau wie in einem Schulgarten bei uns.

Unsere Vorschule in Lamwon ist gut unterwegs, trotzdem muss auch hier noch manches in die richtigen Bahnen gelenkt werden, um das Ganze dauerhaft zu stabilisieren. Wir beabsichtigen, im nächsten Jahr bereits eine zweite Vorschule zu eröffnen, da wir von der Vorgehensweise und der positiven Wirkung grundsätzlich sehr überzeugt sind.

In unserer Schneiderei Dongo Paco Tailors & Designers werden fleißig Kleidungsstücke genäht und an den Markttagen angeboten.

Auf Heikes Initiative hin werden die Arbeitsbedingungen in der Werkstatt verbessert, vor allem hinsichtlich Licht- und Platzverhältnissen. Es werden Regale angeschafft und Ständer zur Präsentation der Ware.

Mitte Juli werden Heike und ich nach Uganda fliegen und für Heike wird ein wesentlicher Schwerpunkt die Werkstattorganisation der Schneiderinnen sein. Auch für mich gibt es eine ganze Liste von Themen – ich werde vor unserem Abflug noch berichten, was wir alles vorhaben. Die Vorbereitungen einschließlich Packen laufen bereits auf Hochtouren.

Wir freuen uns über alle, die unsere Aktivitäten regelmäßig verfolgen und sind für jede Unterstützung dankbar. Sprecht uns gerne an, wenn ihr Fragen oder Ideen habt, wir zählen auf euch!

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