Bei uns in Deutschland ist Frühling, überall blüht es, alles wächst und gedeiht und wir freuen uns auf den Sommer. Jahreszeiten, so wie wir sie kennen, gibt es in Uganda nicht, dort hat das Jahr zwei Regenzeiten und zwei Trockenzeiten. Trotzdem ist auch dort, gegen Ende der ersten Regenzeit, ein Zeitraum, in dem alles gut wächst – und mit Blick auf unsere Projektaktivitäten gilt das nicht nur für die Pflanzenwelt.
In unserem Adilang Vocational Training Institute ist wie gewohnt nach der Baustelle auch gleichzeitig vor der Baustelle. Kaum waren Main Hall und Ausbildungsküche fertig, war „Ground breaking“, also Spatenstich, für die Erweiterung des Jungenschlafsaals.
Bisher stehen für die jungen Männer nur 32 vollwertige Schlafplätze zur Verfügung, was deutlich zu wenig ist. Diese Zahl soll nun verdoppelt werden. Eine großzügige Einzelspende hat für die Finanzierung gesorgt. Der Entwurf sieht schon mal ganz gut aus.
Eine große Freude ist für uns, dass nach den Schweinen und Ziegen nun auch kleine Küken in die Schulfarm eingezogen sind. 220 kleine Piepmätze bevölkern seit Mitte Mai das Geflügelhaus und wir hoffen, dass sie prächtig gedeihen.
Und auch der kleine Fuhrpark unserer Berufsschule bekommt Zuwachs. Nachdem bisher oft die Fahrzeuge der nahtlos aufeinander folgenden Baustellen ausgeholfen haben, kommt nun ein „Tricycle“, also eine Art Lastenmoped dazu. Hiermit lässt sich Material transportieren, aber zum Transport einiger Mitfahrer ist das Gefährt gedacht.
Viel tut sich auch in unserer Adilang Farmer’s Cooperative (AFC). Nachdem ich im letzten Blog-Post über das Anpflanzen von Mais berichtet habe, können wir nun beobachten, wie der Mais gedeiht. Das bedarf aber der Pflege, beispielsweise müssen Unkraut entfernt und Schädlinge bekämpft werden. Die Familien sind fleißig …
… und oft tun sich auch größere Gruppen zusammen und arbeiten die Felder eines nach dem anderen ab. Das ist effizient und schweißt die Gemeinschaft zusammen.
Die Kooperative hat es auch geschafft, vom ugandischen Landwirtschaftsministerium 6.400 Kaffeepflanzen zu bekommen. Die Farmer erhalten entsprechendes Training und dann werden die Pflanzen verteilt und bringen hoffentlich reichen Ertrag.
Wir hoffen, dass sich die Kooperative gut entwickelt und wir bald die Möglichkeit haben, noch mehr Farmer aufzunehmen. Schon jetzt ist die Aufbruchsstimmung enorm und Emmanuel sagt: „Never ever so much land was opened in Adilang as today.“, also nie wurde in der Gemeinde Adilang so viel Land zu Feldern gemacht wie jetzt.
Noch geschieht dies alles mit sehr einfachen Mitteln, wir wollen die Entwicklung aber mit Maschinen und Fahrzeugen unterstützen. Zudem brauchen wir eine zentrale Infrastruktur mit einem Lager, einer Werkstatt, Einrichtungen zur Weiterverarbeitung wie Mühlen oder Pressen und anderes mehr. Im ersten Schritt wird nun etwas mehr als ein Hektar Land gekauft (auf dem Bild links) und zwar ca. 500 m von der Berufsschule entfernt (auf dem Bild rechts).
Dort soll eine Art Betriebshof entstehen.
Erste Priorität ist ein Lager (auf dem Plan das „Warehouse“). Dafür werden wir Förderung bei den Schmitz-Stiftungen beantragen. Zur Erinnerung: Die Schmitz-Stiftungen wickeln die Förderung der kleinen und mittleren Projekte für das deutsche Entwicklungshilfeministerium ab. Wir hoffen sehr, dass wir erfolgreich sein werden.
Dies soll ein erster Schritt sein in der Hoffnung, dass der Betriebshof einmal so ähnlich, wie auf dem folgenden Bild, aussehen wird.
Dahin ist es ein weiter Weg, aber Träumen ist ja erlaubt. Wir werden sehen, wie weit wir mit eurer aller Hilfe kommen werden.
Von unserer Vorschule in Lamwon ist zu berichten, dass in einer größeren Aktion die Kinder aus Lamwon und den umliegenden Weilern entwurmt und gegen Masern geimpft wurden. Letzteres war die Reaktion auf gehäufte Masernfälle in Adilang im April.
Seitens Helfen am Ursprung konnten wir auch wieder einiges bewegen. Die Nachbarschaftshilfe Marktl hat mich zu einem Vortrag eingeladen und ich bin dieser Einladung gerne nachgekommen. Großzügige Spenden und vier neue Mitglieder machten den Abend zu einem schönen Erfolg.
Bei der Kulturnacht in Eggenfelden konnte ich auf Einladung des dortigen Gewerbevereins unser Projekt mit einem Infostand vorstellen.
So wie im letzten Jahr gab es in Bernried wieder ein Ansegeln, bei dem wir um Spenden werben durften.
Die Verantwortlichen hatten wieder alles bestens organisiert und versorgten die Boote mit Getränken …
… und auch die Blasmusik durfte nicht fehlen.
Da die Spenden von Lorenz Mayr, dem Inhaber des Marina-Hotels verdoppelt werden, ergibt sich daraus eine tolle Unterstützung für unser Projekt.
Wie ihr seht, bewegt sich weiterhin echt viel. „Work hard and pray“, wie der Präsident der Adilang Farmer’s Cooperative Richard es formuliert, soll auch unser Motto sein und mit eurer tatkräftigen Unterstützung hoffen wir, dass wir noch einige Zeit mit hohem Tempo voranschreiten können, um für die Menschen in der Gemeinde Adilang etwas zu bewegen.
Lieber Albert,
ich freue ich jedes Mal Deine Berichte zu lesen, sie sind immer verbunden mit Fortschritten und Erfolgen.
Aktuell freut mich natürlich das neue Leben in den Schulställen, niedlich ist heute das Gewusel aus 222 Küken. Auch die üppigen Felder der Kooperation gefallen mir sehr. Gib uns bitte auch wieder Bilder der bunten Gemüsefelder der Schule, sobald die Reife ansteht.
Viel Freude machen die Berichte über die Vorschule, und für die medizinische Vorsorge. Uganda wird neuerdings in Zusammenhang mit dem Hantavirus genannt, sind Schutzmaßnahmen im Schulbereich geplant?
Viel Erfolg weiterhin für alle Beteiligten !
Lieber Albert,
ich freue ich jedes Mal Deine Berichte zu lesen, sie sind immer verbunden mit Fortschritten und Erfolgen.
Aktuell freut mich natürlich das neue Leben in den Schulställen, niedlich ist heute das Gewusel aus 222 Küken. Auch die üppigen Felder der Kooperation gefallen mir sehr. Gib uns bitte auch wieder Bilder der bunten Gemüsefelder der Schule, sobald die Reife ansteht.
Viel Freude machen die Berichte über die Vorschule, und für die medizinische Vorsorge. Uganda wird neuerdings in Zusammenhang mit dem Hantavirus genannt, sind Schutzmaßnahmen im Schulbereich geplant?
Viel Erfolg weiterhin für alle Beteiligten !